In memoriam: Raoul Heinrich Francé (1874-1943)
Übersicht: Wer war Raoul Heinrich
Francé? | Das Lebenswerk
Francés im Überblick | Francé
- Begründer der Bodenökologie | Zum
Zusammenhang von Boden und Geschichtsverlauf | Bibliographie | Raoul
H. Francé im Internet
Wer war Raoul Heinrich Francé?
Kaum jemand heutzutage - viele Bodenkundler eingeschlossen - kennt
Raoul Heinrich Francé. Das ist um so erstaunlicher, wenn man
bedenkt, dass er als Gründer der Bodenökologie, der
"Erfinder" des biozentrischen Weltbildes, oder z.B. der Schöpfer
des Wortes "Edaphon" gilt, um nur drei von vielen seiner Gedanken und
Leistungen zu nennen. Selbst in München, seiner Wahlheimat und dem
Zentrum seines Schaffens, erinnert man sich selten an ihn - ein
schönes Beispiel, welch kurze Halbwertszeiten auch für
naturwissenschaftliches Wissen gelten.
Zweifelsohne war er ein Mann, der eine ganze Generation von
Naturwissenschaftlern, Philosophen und Künstlern inspirierte. Zu
seinen Lebzeiten wurden seine Bücher von Hunderttausenden gelesen;
heute bedarf es hingegen beinahe detektivischer Findigkeit, um seine
Werke in Bibliotheken aufzuspüren.
Vor allem sein 1922 verfasstes Werk "Das Leben im Boden" hat mir einen
persönlich-direkten Bezug zum Boden vermittelt. Francé
versteht es, neben der wissenschaftlich-analytischen Beschreibung des
Bodens auch die Bedeutung desselben für unseren Alltag oder den
Lauf der menschlichen Geschichte aufzuzeigen und lebendig darzustellen.
Mit der folgenden, kurzen Beschreibung seines Lebens und seiner
Verdienste vor allem für die Bodenkunde, möchte ich meinen
Beitrag dazu leisten, dass Francé nicht vollends in
Vergessenheit gerät. Unter 4 findet sich
eine zitierte Passage aus seinem Buch "Das Leben im Boden", anhand
derer sich jeder selbst von der Genialität und Feinsinnigkeit
Francés überzeugen kann.
Prof. René R. Roth schreibt im Vorwort einer Neuauflage zu
Francés Buch "Das Leben im Boden":
Am 20. Mai 1874 als Sohn eines Beamten der Österreichisch-Ungarischen Bank geboren, übersiedelte seine Familie nach der ungarischen Hauptstadt, als der Junge neun Jahre alt war. Da sein Vater zu Hause meistens französisch sprach und die Mutter von Böhmen stammte, musste Francé neben den drei Sprachen nun auch ungarisch lernen. Es erwachte in dem Jungen schon früh das Interesse für die Schönheit in der Kunst und der Natur. Er begann zu zeichnen und zu malen und setzte diese Tätigkeit bis zu seinem Lebensende fort. Francé schaffte tausende Illustrationen, nicht nur zur Bebilderung seiner Werke, sondern auch als Kunstwerke an sich, die auch gebührenden Erfolg erzielten.
Während des Besuchs der Handelsakademie (sein Vater wollte ihn nämlich auch zum Bankbeamten erziehen) wurde Francé von seinem Lehrer Gabriel Koos in das Studium der analytischen Chemie und der Mikrotechnik eingeführt. Derselbe Lehrer setzte es auch durch, dass Francé mit 16 Jahren, als das jüngste Mitglied, in die Königlich-Ungarische Naturwissenschaftliche Gesellschaft aufgenommen wurde.
Nach Beendigung der Handelsakademie (1897) studierte Francé, gegen den Willen seines Vaters, acht Semester Medizin und holte auch das Abitur nach, da ohne dieses eine Universitätskarriere nicht möglich war. Inzwischen wurde Francé an der technischen Hochschule in Budapest der Schüler des berühmten Protozoenforschers Geza Entz, welcher einen bleibenden Einfluss auf das Leben des jungen Wissenschaftlers ausübte. Entz besorgte Francé eine Assistentenstelle bei dem Botaniker J. Klein, einem Schüler Carl v. Nägelis (1817-1891). Die Erlangung dieser Stelle brachte dem jungen Mann die Anerkennung seiner Fähigkeiten und sein erstes festes Einkommen. Dadurch wurde es ihm möglich, sich von dem Zwang seines Vaters zu befreien und sich ganz dem Studium der Naturwissenschaften zu widmen.
1892 begann Francé das Studium des Planktons des Plattensees. Ein erstes Ergebnis war, dass er an der Malaria erkrankte, die seine Gesundheit angriff, dass er den Rest seines Lebens kränklich blieb; dies um so mehr, da er als Erbgut seiner Familie auch mit Tuberkulose belastet war. Ein erfreulicheres Ergebnis aber war, dass Francé nun mit seinen ersten wissenschaftlichen Arbeiten an die Öffentlichkeit treten konnte. So erschienen ab 1892 Arbeiten über das Leben der Algen, über die Organisation der Flagellaten, über Strudelwürmer, über geologische Fragen.
1894, gelegentlich eines öffentlichen Preisausschreibens des Ausschusses der Königlich-Ungarischen Naturwissenschaftlichen Gesellschaft wurde Francé mit der Aufgabe der Erforschung der Gruppe der Craspedomonaden betraut. Die Monographie erschien 1897 und wurde als beste Arbeit preisgekrönt. Noch heute wird dieses Werk als klassische, grundlegende Studie der Protistenkunde angesehen. Den internationalen Erfolg dieser Arbeit bezeugt die Tatsache, dass Professor Chodat, Genf, sogar eine neue Gattung "Francéia" benannte. Noch im selben Jahre veröffentlichte Francé die Ergebnisse seiner Plattensee-Forschung. Nach Abschluss dieser Arbeiten beauftragte die ungarische Regierung und die ungarische geologische Gesellschaft den jungen Wissenschaftler mit der Untersuchung der Torfmoore. Diese Aufgabe bewirkte, dass Francé eine tiefere Einsicht in die Lebensverhältnisse des Bodens gewann, die den Grundstein zu der späteren Entdeckung und Bearbeitung der Gemeinschaft der bodenbewohnenden Lebewesen legte.
Die nächste Aufgabe, die die Königlich-Ungarische Akademie der Wissenschaften dem jungen Francé stellte, war die Erforschung der Infusorien des Adriatischen Meeres. Aber zwischendurch veröffentlichte Francé auch laufend Artikel in Zeitungen wie: Der Pester Lloyd, Das Neue Pester Journal und Das Deutsche Budapester Tageblatt. Als einer der ersten botanischen Mitarbeiter berichtete er vom Jahre 1897 ab für die Frankfurter "Umschau" und für das "Botanische Zentralblatt" über sein Fachgebiet.
Zwischen 1893 und 1898 war Francé stellvertretender Redakteur der Zeitschrift der Königlich-Ungarischen Naturwissenschaftlichen Gesellschaft, was ihn aber nicht davon abhielt, 14 Forschungsreisen zu unternehmen. Im Alter von 21 Jahren (1895), als Professor Klein ein Jahr lang in Neapel arbeitete, verwaltete Francé völlig selbständig den Lehrstuhl für Botanik so, dass er eigentlich die Aufgabe eines ordentlichen Professors erfüllte.
Das Jahr 1896 verbrachte Francé in Breslau bei dem berühmten Botaniker und Mikrobiologen Ferdinand Cohn (1828-1898). Dieser Breslauer Aufenthalt war einer der entscheidenden Umstände, die Francé später veranlassten, Deutschland zu seiner Wahlheimat zu machen. Er behielt auch Professor Cohns Andenken in Ehren und nahm später die Herausgabe einer von Cohns Arbeiten auf sich.
Im Jahre 1898 wurde Francé als stellvertretender Leiter des Institutes für Pflanzenschutz der Landwirtschaftlichen Akademie nach Ungarisch-Altenburg berufen. Er blieb drei Jahre lang dort und benützte die Zeit, um seine, nach seiner Meinung noch unvollständige, philosophische Bildung zu ergänzen. Als Frucht seines Selbststudiums und seiner Reifung veröffentlichte Francé sein erstes philosophisches Werk. Auf Grund dieser Arbeit erhielt Francé die Aufforderung nach Deutschland zu kommen. Er folgte dem Ruf 1902 und kam über Braunschweig nach München.
In der bayerischen Hauptstadt entfaltete Francé eine außergewöhnlich rege Tätigkeit. 1906 gründete er sowohl die Deutsche Mikrologische Gesellschaft als auch deren, städtisch subventioniertes, Institut, dem er als Direktor vorstand. Er war auch der Herausgeber der Zeitschrift dieser Gesellschaft und der Mitbegründer des "Mikrokosmos" (1907). Francé war ferner Herausgeber des "Jahrbuch für Mikroskopiker" und Gründer und Leiter der "Mikrologischen Bibliothek" (1909). Im Jahre 1909 wurde die "Deutsche Naturwissenschaftliche Gesellschaft" und deren Organ "Natur" von Francé gegründet, und 1911 erschien der erste Band der "Naturbibliothek", Herausgeber R.H. Francé.
Als ob dem nicht genug wäre, gründete Francé 1907 die "Zeitschrift für den Ausbau der Entwicklungslehre", die dann 1909 den Nebentitel "Archiv für Psychobiologie" erhielt. 1924 wurde die Zeitschrift "Telos" und zwei Jahre später die Bios Bücherei gegründet. (Telos wird noch heute von Will Noebe in Berlin herausgegeben).
Trotz dieser vielseitigen Beschäftigungen, die das Lebenswerk zweier Menschen hätte ausfüllen können, waren seine Leistungen auf schriftstellerischem Gebiete noch viel erstaunlicher. Er schrieb zahllose Artikel als Beiträge für verschiedene Zeitschriften, hielt Vorlesungen und schrieb und veröffentlichte eine eindrucksvolle Anzahl Bücher. So erschienen Werke über den Darwinismus, das Sinnes- und Liebesleben der Pflanzen wie auch Arbeiten auf dem Gebiet der Mikrobiologie und anderen Zweigen der Naturwissenschaft.
Im Jahre 1906 begann Francé die Herausgabe des achtbändigen Monumentalwerkes "Das Leben der Pflanze", dessen vier erste Bände (1906-1910) von seiner eigenen Feder stammen. Dieses Werk wurde von seinen Zeitgenossen als ein "Pflanzen-Brehm" angesehen. Ein weiteres Großwerk war das tausend Seiten umfassende "Die Alpen".
1916 machte Francé die Bekanntschaft der Schriftstellerin Annie Harrar. Sie wurde sogleich seine Mitarbeiterin am Biologischen Institut und später (1923) seine Frau. Unglücklicherweise wurde 1919, während der Wirren der Nachkriegsperiode, das Biologische Institut zerstört. Francé verließ mit seiner Gefährtin München und suchte Zuflucht in der romantischen Kleinstadt Dinkelsbühl. Dort widmete sich der Gelehrte hauptsächlich der Ausarbeitung eines philosophischen Systems, das er selbst als "Objektive Philosophie" benannte, zutreffender aber als "biozentrische" Philosophie bezeichnet werden kann. Dieses System sollte, wie geplant, aus zwei Abteilungen mit je sechs Teilen bestehen. Die erste Abteilung umfasst die theoretischen Grundlagen, wohingegen die zweite Abteilung die angewandten Grundlagen des Systems behandeln sollte.
Abteilung I besteht aus 1. Vergleichende Biologie, 2. Biotechnik, 3. Biozönozik, 4. und 5. Ordnungslehre, und 6. Biozentrische Erkenntnistheorie. Abteilung II sollte umfassen: die Gesetze des Schaffens (Grundlagen 7 und 8), eine Ethik (9), Soziologie (10), Kunstlehre (11) und endlich eine Geschichte der Objektiven Philosophie (12).
Im Jahre 1924 zogen die beiden Francés nach Salzburg. Von dort unternahmen sie eine zwei Jahre lang dauernde Forschungsreise um die Welt. Die Ergebnisse dieser Weltreise wurden in über zwei Dutzend Büchern und zahllosen Artikel ausgewertet und in vielen öffentlichen Vorträgen behandelt. Ja, sogar eine Ausstellung der auf der Reise gesammelten Objekte wurde mit viel Erfolg organisiert.
1931 wechselte das Ehepaar Francé wieder seinen Wohnsitz und ließ sich in der malerischen, altertümlichen jugoslawischen Stadt Ragusa (Dubrovnik), an der dalmatinischen Küste nieder. Dort verbrachten sie die nächsten 12 Jahre in emsiger, fruchtbarer schriftstellerischer Tätigkeit, die nur von weiteren Forschungstätigkeiten unterbrochen wurde.
Im April 1943, als Folge der Kriegshandlungen, mussten sie Ragusa eilig verlassen. Sie kehrten nach der Jugendstätte Francés, nach Budapest, zurück, wo Raoul Francé am 3. Oktober 1943 der Leukämie erlag. Die ungarische Regierung ehrte den weltberühmten Biologen mit einem Staatsbegräbnis. Seine irdischen Reste wurden im Friedhof Farkasrét beigesetzt. Nach dem Tode seiner Witwe (1971) jedoch wurden Francés sterbliche Reste exhumiert und die Urne wurde im Grabe seiner Frau, in Oberalm (Österreich), zur ewigen Ruhe gelegt.
Das Lebenswerk Francés im Überblick
(verfasst von Prof. René Roth)
Wenn man das Lebenswerk Francés betrachtet und seine
Stellung im Bau der menschlichen Kulturgeschichte beurteilt, so wird
einem zuerst die Vielfältigkeit der Themen, mit denen er sich
beschäftigte, ins Auge fallen. Erstens war er Biologe und Fachmann
auf dem Spezialgebiet der Mikrobiologie. Zweitens war Francé
Botaniker, der sich im besonderen für Zytologie und
Pflanzenphysiologie interessierte. Drittens beschäftigte er sich
mit Ökologie und Biozönotik und schloss hier auch die
Tierwelt und die Erdkunde ein. Viertens war er schöpferischer
Philosoph, dessen Lebenslehre einen wichtigen und dauernden Einfluss
auf die zeitgenössische Entwicklung der Philosophie ausübte.
Sechstens war Francé Erzieher im bestens Sinne des Wortes. Und
siebtens war er schöpferischer Künstler.
Francé war also ein Polyhistor, der die synthetische Methode
voll und ganz auf das Erkennen des Weltgeschehens anwandte. Und doch
war all diese Mannigfaltigkeit für Francé so
selbstverständlich, weil er darin nur Teile eines Ganzen sah. Da
sein Danken vollkommen biozentrisch eingestellt war, sah er die
Verknüpfungen und Wechselbeziehungen zwischen diesen scheinbar
unverbundenen Gebieten und Tätigkeiten.
Francés originelle Beiträge umfassen: Die Gründung der
neuen Wissenschaft der Biotechnik, die Ausarbeitung der Grundlagen der
Psychobiologie und der Plasmatik, die Einführung der Idee der
vergleichenden Biologie (die seinerzeit nicht erfasste Gleichstellung
der Pflanzen- mit der Tierwelt), die Schöpfung der biozentrischen
Lebenslehre, die schon damals den Versuch machte, die
Umweltzerstörung aufzuhalten und einen Ausgleich suchte zwischen
Industrialisierung und Fortdauer der Menschheit durch Naturschutz und
harmonisches Einordnen in die natürliche Umwelt. (Francé
hatte dadurch den Warnungsruf Rachel Carsons schon vor vielen Jahren
vorweggenommen.) Außerdem war Francé ein anerkannter
graphischer Künstler, der nicht nur Kunstwerke schuf, sondern
sogar eine neue Technik einführte, die er den "Federstrich"
nannte. Und, selbstverständlich, seine Entdeckung und Bearbeitung
der Gemeinschaft der Lebewesen des Bodens.
Je mehr man sich in Francés Schriften vertieft, um so mehr neue
Ideen entdeckt man, die man beim ersten Lesen nicht erfasst oder nicht
richtig bewertet hat.
Francé - Begründer der Bodenökologie
(verfasst von Prof. René Roth)
Wie schon erwähnt, waren auch vor Francé schon
Wissenschaftler zu der Erkenntnis gekommen, dass der Ackerboden nicht
nur ein lebloser Träger von Salzen ist 1) 2). G. Chr. Ehrenberg (1795-1876) hatte schon 1837 auf
die Bedeutung der erdbewohnenden Lebewesen für die Bildung der
Dammerde, d.h. der fruchtbaren Erde, hingewiesen. Francé aber
war es vorbehalten, die eigentümliche Biozönose der
Geobionten in ihrer Ganzheit zu erfassen. Im Gegensatz zu seinen
Vorläufern, die sich entweder ausschliesslich mit der Humusbildung
oder mit einzelnen, begrenzten Organismengruppen des Bodens befassten,
nahm Francé das Problem von einem anderen Gesichtswinkel in
Angriff. Er erkannte, dass praktische Ergebnisse nur durch ein
umfassendes Studium der gesamten Lebewelt des Bodens erzielt werden
können. Francé entdeckte schon sehr früh, dass - so
wichtig das Beschreiben und Klassifizieren der bodenbewohnenden
Organismen auch sei - ein Verständnis der wirklichen
Zusammenhänge innerhalb dieser Lebensgemeinschaft nur durch das
Studium der gegenseitigen Beeinflussung der verschiedenen Mitglieder
(Fauna und Flora) wie auch der gegenseitigen Wechselwirkungen der
lebensräumlichen Faktoren einerseits und der Geobionten
andererseits gewonnen werden kann. Dadurch wurde Francé der
Schöpfer der Bodenökologie.
Als daher 1911 der Artikel "Das Edaphon - eine neue Lebensgemeinschaft"
3) aus der Feder des Direktors des Biologischen
Institutes München erschien, leitete das eine Umwälzung des
gesamten Studiums der Bodenbiologie ein. Ein zweiter Artikel im selben
Jahre 4) und das Erscheinen des Hauptwerkes, "Das
Edaphon", im Verlage der Deutschen Mikrologischen Gesellschaft,
ergänzte die Grundlagen der neuen Wissenschaft der Edaphologie
(d.h. Bodenökologie) und grenzte dieses Gebiet gegen die anderen
Zweige der Bodenbiologie (wie Bodenzoologie, Bodenbakteriologie usw.)
ab.
Als Ergebnis dieser Pionierarbeit wurde das Biologische Institut in
München zur Weltzentrale der Bodenökologie. Zwischen 1912 und
1917 erschienen wenigstens sieben bedeutende Arbeiten über das
Edaphon aus dem Biologischen Institut, in dem Direktor Francé
eine Gruppe von Mitarbeitern um sich versammelt hatte. Auch in anderen
Ländern folgten nun Wissenschaftler dem von Francé
vorgezeichneten Pfade, und das Studium der bodenbewohnenden
Lebensgemeinschaften begann Früchte zu tragen. Am zehnten
italienischen Kongress für Tierkunde zum Beispiel wurde sogar ein
formeller Antrag angenommen, allen Mitgliedern zu empfehlen, das
Edaphon im Sinne und auf Grund der von Francé festgesetzten
Prinzipien zu erforschen.
Literaturhinweise:
1) Greeff, R. (1866): Über in der Erde lebende
Rhizopoden; Archiv f. mikr. Anat.
2) Ehrenberg, C.G. (1837): Die fossilen Infusorien und
die lebendige Dammerde
3) Francé, R.H. (1911): Das Edaphon - eine neue
Lebensgemeinschaft; Die Kleinwelt 3 (9/10); 147-153
4) Francé, R.H. (1911): Studien über
edaphische Organismen; Zentralbl. f. Bakt. II. Abt. 32, 1-7.
![]()
Zum Zusammenhang von Boden und Geschichtsverlauf
Zitat einer Textpassage aus "Das Leben im Boden" (1922)
"Blickt man zurück auf den Lauf der Geschichte, so entdeckt
man erst, wieviel von den Weltereignissen eigentlich die Folge der
Bodenverarmung war. Solange es nur wenig Menschen gab auf der
heimatlichen Scholle, war das freilich ohne Bedeutung. Der
frühmittelalterliche Roder des Waldes konnte leicht aus dem Vollen
wirtschaften. Ihm machte das gar nichts aus, wenn der Boden verarmte.
Sank das Erträgnis, so wurde eben durch Rodung Neuland geschaffen,
und der große Wald von Mitteleuropa schien unerschöpflich zu
sein. Aber eines Tages erschöpfte er sich doch. Das war etwa der
Fall in jener höchsten Blütezeit der deutschen
Bürgerkultur, kurz vor dem Dreißigjährigen Kriege.
Mancherlei lässt darauf schließen, dass damals, wenn nicht
mehr, so mindestens das gleiche Gebiet kultiviert war wie jetzt, dass
jedenfalls mehr Dörfer bestanden als heute. Wäre nicht die
große Verwüstung des endlosen Krieges gekommen, der nur mehr
vier Millionen Menschen lebend zurückließ auf einem Land,
das vordem fünfundzwanzig ernährte, so hätte sich alles
das, was nachher folgte, schon viel früher vollzogen. So aber war
erst in der zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts der
Lebensraum Mitteleuropas erfüllt. Und die zunehmende Verarmung des
Bodens setzte ein. Damals entstand die heute noch nachwirkende
Überzeugung, dass Kultur ein Menschenfresser sei und die
Länder verarme.
Zuerst versuchte man, der Verarmung auszuweichen. Die
Auswandererzüge ergossen sich nach dem wenig besiedelten Osten.
Das soeben von den Türken befreite Ungarn war Neuland. Der
große Schwabenzug setzte ein. Hunderttausende der besten
Deutschen (denn zum Auswandern gehört Intelligenz, energisches
Wollen und Geld) verließen den Boden, den sie für verarmt
hielten, weil sie seine Gesetze nicht kannten. In England begann der
Hunger, desgleichen in Frankreich. Engländer und Franzosen wandten
ihrer Artung entsprechende Mittel an. Die einen schafften Brot durch
die Industrie. Die so viel Menschenleid nach sich ziehende Spekulation
begann: Mein Acker trägt nicht genug, also mache ich
Nähnadeln oder Webwaren, um für sie vom Nachbarn Brot zu
kaufen. Die Franzosen dagegen wollten Brot durch Revolution schaffen.
Dass Ludwig XIV. die große Revolution zunächst für eine
der üblichen "Brotrevolutionen" hielt, sagt darüber alles.
Hätte man nicht um jene Zeit die Kartoffeln überall
eingeführt, um den Ausfall an Brot zu decken, so wäre die
schleichende Lebensmittelkrise noch viel gefährlicher geworden.
Die Kartoffel half den armen Menschen etwas, aber immer deutlicher
wurde es: Die Äcker tragen nicht genug. Die Unglücklichen
suchten den Fehler in ihrer Lebenslust, und man erfand das Wort von der
Überbevölkerung. Der Reverend Malthus stellte seine
eigentlich fürchterliche Theorie auf, die, als Darwinismus
verkleidet, heute noch lebt. Ein noch schrecklicherer Gedanke kam auf.
Nicht nur zurückhalten sollten sich die Menschen in ihren
natürlichsten Trieben, sondern auch Abschlachten sollten sie den
Überfluss an Menschen. Man begann mit der Predigt: Kriege
müssten sein; der Krieg sei gottgewollt, um der
Überbevölkerung vorzubeugen. Und von da war nur mehr ein
Schritt zum Imperialismus. Man muss dünn bevölkerte, noch
bodenreiche Länder erobern, um für seine Menschenmassen Brot
zu haben, man muss das Land den Naturmenschen wegnehmen und sie arm
machen unter der Bezeichnung Kolonie, denn der arme Boden daheim muss
durch Kolonien ergänzt werden.
Das Zeitalter der Industrialisierung, der Auswanderung, der
Proletariatsbildung, der Kriege, der Kolonisation, des Imperialismus,
der Revolution und der Hungersnöte begann.
Versteht man nun, dass alle diese Höllen, diese wahre Büchse
der Pandora, einen einzigen Ausgangspunkt hatten, alle auf eine
Ursache zurückgingen: auf die Verarmung des Ackerbodens, deren
wahre Ursache man nicht kannte?
Statt im Osten suchte man bald das Neuland im Westen und Süden.
Amerika wurde das Auswandererparadies. In Scharen stürzten sich
Deutsche, Franzosen (Kanada!), Italiener, Slowaken, Russen auf den
jungfräulichen Boden, der noch volle Ernten gab; man ging nach
Südafrika, nach Australien, überall hin, wo noch reiche
Ernten lockten. Wo es den Menschen wieder gut ging, da war das neue
Vaterland. Trotzdem wurde der Kampf ums Dasein überall ärger.
Und die Armen, statt ihn als Krankheit zu erkennen und zu heilen,
machten sich aus ihrer Geißel ein Gesetz der Geißelung. Man
nahm es hin als Notwendigkeit und sagte, Kampf muss sein, Hunger,
Übervermehrung muss sein, das ist naturgewollt. Aus dem entspringt
sogar aller Fortschritt.
Aber trotz imperialistische Kriege, Kolonien und der Verwandlung von
ganz Europa in eine Fabrikkaserne wuchs der Hunger. Zwischen 1750 und
1850 ging in jedem Jahrzehnt mindestens einmal die Hungersnot durchs
Land. Von dem großen Elend 1816 bis 1817 erzählten noch
unsere Großeltern; der Misswuchs von 1847 wurde allgemein als die
unmittelbare Ursache des Ausbruchs der Unruhen von 1848 gedeutet.
Da kam die Rettung. Von der einzigen Seite her, von der der Mensch dem
Menschen beistehen kann in seinen Nöten: durch das Wissen.
Justus von Liebig heißt der unvergängliche
Wohltäter der gesamten Menschheit, der endlich erkannte, wo des
Übels Wurzel steckt, dass alles das Strafe ist für den
Raubbau, den die Menschen seit Jahrhunderten an ihrem Ackerboden
treiben. Er lehrte endlich einfach rechnen, und ebensoviel Kali,
Phosphor, Stickstoff und Kalk dem Boden zurückzugeben, wie man ihm
entnimmt, indem man ihn mit solchen Salzen künstlich düngt.
Durch die Schaffung und Anwendung des Kunstdüngers hat Liebig
die Welternten rund um ein Drittel erhöht. Man hat berechnet, dass
solches vor der großen Geldentwertung im Jahre rund drei
Milliarden Goldmark bedeutete. Drei Milliarden Goldmark, das ist in
einer Zeit, in der man den dreißigfachen Wert dafür hinlegen
muss, eine unausdenkbare Menge an Kulturerrungenschaften, an
Spitälern, Schulen, Kunst und Wissenschaft, die sich die
Menschheit gönnen kann, und für die ohne Liebig kein
Pfennig vorhanden gewesen wäre. Statt dessen aber eine neue
Hekatombe an Menschenleid, verschärftem Lebenskampf, Krankheit,
Kindersterblichkeit, Wettbewerb, gegenseitigem Hass und Hartherzigkeit.
Zwischen den Jahren 1850 und 1880 hat sich die Kunstdüngung
allgemein verbreitet, anfangs unter Widerstreben und langsam, dann,
wenigstens in unserem Lande, allgemein. Kein Landwirt zweifelt heute im
Ernst daran, dass hauptsächlich wegen der starken Anwendung von
künstlichen Düngemitteln die deutschen Ernten in den letzten
Jahrzehnten so gewaltig gestiegen sind.
Mit einem Schlag schien durch die Liebigsche Theorie und die
Kunstdüngung die ganze Bedeutung des Humus gegenstandslos
geworden, und tatsächlich setzte unter ihrem Einfluss
zunächst auch eine starke Missachtung des Humus in der
Landwirtschaft ein. Das echt menschliche Schicksal ereignete sich auch
hier wieder: von einem Extrem fiel man ins andere. Nur erst langsam
stellte sich das Gleichgewicht her, und das ging so zu:
Es war zu erwarten, dass die Kunstdüngersalze im Boden durch den
Regen gelöst werden und mit ihm in die Tiefe sickern, bis sie den
Grundwasserspiegel erreichen. So wenigstens müsste man sich nach
den physikalischen Gesetzen einen völligen Misserfolg der
Kunstdüngung vorstellen. In Wirklichkeit aber verläuft das
anders, und das ist wieder ein Verdienst des Bodenlebens und des
dadurch erzeugten Humus. Ohne Humus wäre die ganze
Kunstdüngung wertlos.
Die gesamten Humusstoffe besitzen nämlich eine Eigenschaft, auf
die man erst in neuester Zeit aufmerksam geworden ist. Während die
Kunstdüngersalze, so wie die natürlichen Bodensalze Kristalle
sind, ist dagegen der Humus kolloidaler Natur.
Was ist darunter zu verstehen? Von allen den merkwürdigen
Eigenschaften der Kolloide, die die Wissenschaft, die heute kolloidales
Eisen und Gold darzustellen gelernt hat, auf diese Weise erfuhr, hat
nur eine einzige für den Landwirt Belang. Diese allerdings in
allerhöchstem Masse. Und das ist ihre enorme Adsorption.
Mit dem Fremdwort soll gesagt sein, dass sie gleich einem Leim auf das
allerzäheste kleben und haften - mit anderen Worten, dass kolloide
Stoffe im Boden festhalten und davor bewahren, dass sie ausgewaschen
oder in die Tiefe gespült werden.
Die Fachwissenschaft drückt das so aus: dass der Ackerboden durch
seine Hydrogele von Kieselsäure, Eisen und Aluminium sowie durch
die kolloidalen Humussubstanzen die kolloidal gelösten
Düngerstoffe adsorbieren kann.
[...]
Das alles, namentlich aber der Humus sind nun die Ursachen, warum
die in den Boden gebrachten Stickstoff-, Kali-, Phosphorsalze nicht
weggeschwemmt, sondern dauernd in der Region erhalten bleiben, aus der
die Pflanzenwurzeln schöpfen.
Es ist demnach vollkommen richtig, dass ohne Humus auch die beste
Kunstdüngung versagen würde, und dass nach wie vor der
Landwirt größten Bedacht nehmen muss, dass sich der Humus in
seinem Acker nicht vermindre, eher denn vermehre.
Die alte Erfahrung der Praktiker, dass der Humus mit größter
Kraft die Pflanzennährstoffe gegen das Auswaschen
zurückhalte, hat so nur eine neue, tiefer dringende Erklärung
erfahren, und nach wie vor strahlt als goldenes und oberstes Gebot des
Landwirts und Gärtners der Satz:
Die Erhaltung und Vermehrung der Humusmenge im Boden ist eine der
wichtigsten Aufgaben der Bodenkultur.
Nachdenklich stimmt diese uralte und neubegründete Einsicht, wenn
man sie nur erst einmal in ihrer ganzen Tiefe erfasst hat. So sonderbar
ist also der Zusammenhang der Dinge geordnet, dass die Toten mit
segnender Hand die Nahrung für die Lebenden festhalten da drunten
in dem Dunkel ihres Grabens? Denn was ist denn Humus anderes als die
Toten? Alle Toten: die Wälder, die da rauschten unseren Voreltern,
die Blumen, die für sie blühten, die heiteren Vögel, die
ihnen sangen, die Kornfelder, die ihren Sommer mit würzigem
Brotgeruch erfüllten und sie selber auch, die vor uns gingen und
liebten und ernst und fröhlich waren in ihren dunklen und guten
Tagen. Ein oder einige Jahrhunderte gehen über die Welt, und sie
alle sind dunkler, feiner Humus voll Erdgeruch und neuem Leben. Die
Handvoll da, die ich davon aufnehme, war eine Welt und ist wieder eine,
die mir und uns allen das tägliche Brot mit allen Freuden und
Reichtümern, die daran hängen, zubereitet und erhält.
Ist das nicht eine der sinnigsten, ehrwürdigsten Vorstellungen?
Hat da nicht der Tod jeden Schrecken verloren? Und muss es nicht dem,
der mit solchem Wissen auf einen so gewohnten Gegenstand wie die
Heimatscholle blickt, ein lieber und vertrauter Klang sein, wenn er zu
ihr sagt: Mutter Erde, aus der wir kamen und zu der wir werden...
Und doch war auch mit der Erkenntnis der Kunstdüngung und der
Bodenkolloide noch nicht alles entschleiert von den Geheimnissen der
Ackerkrume, so wie auch die Liebigsche Tat dem grenzenlosen
Bodenhunger der Menschheit nur auf kurze Zeit Einhalt gebot.
Es wäre eine Untersuchung für sich, wie weit der ungeheuer
rasche Aufschwung des Volkswohlstandes und der Zivilisation von 1850
bis 1900 mit den Verbesserungen der Landwirtschaft zusammenhängt,
die durch Liebig eingeleitet worden sind; Tatsache ist, dass
seit 1900, wenigstens in Mitteleuropa, die Ernte wieder nicht mehr der
unter dem Einfluss jenes Wohlstandes außerordentlich stark
angeschwollenen Kopfzahl genügte und damit neuerdings eine
schleichende Ernährungskrise begann, die ihren erschrecklichen
Abschluss in der mitteleuropäischen Hungersnot von 1916-1919
hatte. Hand in Hand damit ging die Ländergier, der Imperialismus,
die Industrialisierung und Proletarisierung, die Unterernährung
und die revolutionäre Gesinnung weiter. Schon vor dem Kriege
musste Deutschland rund ein Drittel seiner notwendigen Lebensmittel aus
dem Ausland einführen, und heute (1922) ist das
Missverhältnis noch ärger.
Wieder schreit das Leben unseres Volkes - und mehr oder minder das
aller europäischen Völker - danach, auf unserem Boden
nochmals Liebigs Grosstat zu leisten und die Ernte neuerdings
um ein Drittel zu steigern.
Das ist die brennende Aufgabe von heute, es ist das eigentliche
Zeitproblem, dessen Lösung alle anderen, sowohl die sozialen, wie
die wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Probleme in sich
schließen würde.
Und rastlos arbeiten Forschung und technisches Können daran,
dieses Problem zu lösen.
![]()
Bibliographie
Prof. René Roth, der Verwalter des Nachlasses von R.H. Francé, hat ein Buch veröffentlicht, das einen umfassenden Einblick in Leben und Werk dieses außergewöhnlichen Wissenschaftlers erlaubt. Meines Wissens existiert es bislang nur in englischer Sprache:
| Titel: | Raoul H. Francé and the Doctrine of Life |
| Autor: | René Romain Roth |
| ISBN: | 1587212897 |
| Verlag: | 1st Books Library |
| erschienen: | September 2000 |
| 344 Seiten, Preis ca. €18 | |
Die folgende Literaturliste wurde zusammengetragen von Prof. René ROTH, Prof. Franz PICHLER und Dr. Erna AESCHT:
- Veröffentlichungen von Raoul H.
Francé
- posthume Veröffentlichungen
- Literatur über Raoul H. Francé
- weiterführende Internet-Adressen
1892-1900
1892 Beiträge zur Morphologie des Scenedesmus. – Természetrajzi Füzetek 15, 144-165, Taf. III.
1893 Zur Systematik einiger Chlamydomonaden. – Természetrajzi Füzetek 1893.
1893 Az édesvizi tavak planktonja (Das Plankton der Süßwasserseen). – Természetrajzi Közl. 1893, 308.
1893 Neue Flagellaten aus dem Plattensee. – Természetrajzi Füzetek 16, 89-97, 159-168, Taf. 2.
1893 Studien zur Systematik der Chlamydomonadinen. – Bot. Cbl. 55, 392.
1893 Zur Morphologie und Physiologie der Stigmata der Mastigophoren. – Z. wiss. Zool. 56, 138-164, Taf. 8.
1893 Über einige Algenformen. – Öst. bot. Z. 43, 247-52, 282-86, 346-350.
1893 A gánóczi mésztufában talát confervitesek mikroszkopos vizsgálata (Die mikroskopische Untersuchung der "Conferviten" aus dem Kalktuffe von Gánocz). – Földtani Közlöny 23, 4-13.
1893 Über die Organisation der Choanoflagellaten. – Zool. Anz. 16, 44-46.
1894 Recherches sur le genre Phythelios FRENZ. – Notarisia 1894, 1-5, 1 Tab.
1894 Dr. ENTZ Géza a Balaton-bizottság állattani kutatsásainak eredményeiröl. – Földrajzi Közlemények 22.
1894 A choanoflagellàtàk szervezete. – Természetrajzi Füzetek Suppl. 29, 122-127.
1894 Adatok Budapest Rotatoria-Faunájához (Beiträge zur Kenntnis der Rotatorienfauna Budapest's). – Természetrajzi Füzetek 17, 112-129, 166-184, Taf. 5, 6.
1894 Die Polytomeen, eine morphologisch-entwicklungsgeschichtliche Studie. – Jb. wiss. Bot. 26, 295-378, Taf. 15-18.
1894 Zur Biologie des Planktons. – Biol. Cbl. 14, 33-38.
1894 Über den Schlamm des Plattensees. – Földtani Közlöny 24, 142-147.
1894 Adalékok Buharmegye Flórájának Ismeretéhez (Beiträge zur Floristik des Biharer Comitates). – Természetrajzi Füzetek 17, 162-164, 205-208.
1895 Die mikroskopische Pflanzen- und Tierwelt des Kolozsvàrer Lignites. – Földtani Közlöny 25, 150-151.
1896 Beiträge zur Kenntnis der Algengattung Carteria. – Természetrajzi Füzetek 19, 105-113, Tab. I.
1896 Die Protozoen des Balatonsees. – Resultate wiss. Erforsch. Balatonsees 2/1, 1-64.
1897 Die Organisation von Collodictyon triciliatum. – Természetrajzi Füzetek 1897.
1897 Über die Organisation von Chlorogonium EHRB. – Természetrajzi Füzetek 20, 287-308, Taf. VI.
1898 Az emberszabàsu majmok lélektanábol. – Pesti Lloyd, 447-464.
1899 A Collodictyon triciliatum CART. szervezete (Über den Organismus von Collodictyon triciliatum CART.). – Természetrajzi Füzetek 22, 1-26, Taf. I.
1900 Der Wert der Wissenschaft Aphorismen zu einer Natur- und Lebensphilosophie. – Schröter Th. Verl., Zürich, Leipzig, 1-157.
1901-1910
1901 A répamag betegsegei es repabetegsegek. (mit LINHARDT G. & HEGYI D.) – Kiserletügyi Közlemenyek, Budapest.
1904 Az eleterö elmelete. – Pesti Lloyd 28.
1904 Der Blitz als Waldverderber. – Naturwiss. Wochenschrift N.F. 3.
1904 Die Weiterentwicklung des Darwinismus. Eine Wertung der neuen Tatsachen und Anschauungen. – Breitenbach W. Verl., Odenkirchen.
1905 Das Sinnesleben der Pflanzen. – Franckh'sche Verlagshandl., Stuttgart, 1-90.
1905 Die Fühlpapillen der Blütenpflanzen. – Natur & Schule 4, 367-371.
1905 Germs of mind in plants. – Kerr C.H. & Co., Chicago.
1906 Das Liebesleben der Pflanzen. – Franckh'sche Verlagshandl., Stuttgart.
1906 Fortpflanzung der Erinnerung. – Franckh'sche Verlagshandl., Stuttgart 3.
1906 I. Abteilung: Das Pflanzenleben Deutschlands und seiner Nachbarländer Band I. – In: Das Leben der Pflanze. Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart 1, 1-564.
1906 Noch einmal über Darwinismus und Lamarckismus. – Allg. Zeitung Beilage 114, 1-2 (unpag.).
1906 Der Wert der Wissenschaft.
1906 Der heutige Stand der Darwinschen Fragen. – 3. Auflage.
1907 Der heutige Stand der Mutationslehre. I. – Z. Ausbau Entwicklungslehre 1, 53-59.
1907 Der heutige Stand der Mutationslehre. II. – Z. Ausbau Entwicklungslehre 1, 89-93.
1907 Der heutige Stand der Zellenpsychologie. – Z. Ausbau Entwicklungslehre 1, 331-335.
1907 Die praktische Bedeutung der Entwicklungstheorien. – Z. Ausbau Entwicklungslehre 1, 61-62.
1907 Ein neuer anatomischer Beweis für die tierische Natur des Menschen. – Z. Ausbau Entwicklungslehre 1, 374-375.
1907 Grundriss einer Pflanzenpsychologie, als einer neuen Disziplin induktiv forschender Naturwissenschaft. – Z. Ausbau Entwicklungslehre 1, 97-107.
1907 I. Abteilung: Das Pflanzenleben Deutschlands und seiner Nachbarländer Band II. – In: Das Leben der Pflanze. Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart 2, 1-596.
1907 Jesuitische Entwicklungslehre. – Z. Ausbau Entwicklungslehre 1, 295-298.
1907 Streifzüge im Wassertropfen. – Franckh'sche Verlagshandl., Stuttgart, 1-96.
1907 Der Bildungswert der Kleinwelt.
1907 Zum gegenwärtigen Stand der pflanzlichen Sinnesphysiologie. – Allg. Zeitung, München 26.6.1907
1907 Zur Kritik der Pflanzenpsychologie. – Z. Ausbau Entwicklungslehre 1, 262-264.
1907 Zur Reform wissenschaftlicher Bücherbesprechungen. – Z. Ausbau Entwicklungslehre 1, 299-300.
1907 Über Lebensanalogien im Unbelebten. – Z. Ausbau Entwicklungslehre 1, 240.
1908 Das neue Erklärungsprinzip in der Pflanzenbiologie. – Z. Ausbau Entwicklungslehre 2, 386-387.
1908 Die Aufgaben der Deutschen mikrologischen Gesellschaft (D. m. G.). – Mikrokosmos (1907-1908) 1,I-IV.
1908 Die Fortschritte der Pflanzenpsychologie im Jahre 1907. I. – Z. Ausbau Entwicklungslehre 2, 56-60.
1908 Die Fortschritte der Pflanzenpsychologie im Jahre 1907. II. – Z. Ausbau Entwicklungslehre 2, 237-240.
1908 Die Lichtsinnesorgane der Algen. – Franckh'sche Verlagshandl., Stuttgart.
1908 Experimentelle Untersuchungen über Reizbewegungen und Lichtsinnesorgane der Algen. – Z. Ausbau Entwicklungslehre 2, 29-43.
1908 Funktionelle Selbstgestaltung und Psychomorphologie. – Arch. Entw.-Mech. Org. 25, 715-719.
1908 Gegenseitige Hilfe in der Mikroskopie. – Mikrokosmos (1907-1908) 1, 23-26.
1908 Gemeinverständliche Fachausdrücke. – Mikrokosmos (1907-1908) 1, 57-60.
1908 Haberlandts Stellung zur Pflanzenpsychologie. – Z. Ausbau Entwicklungslehre 2, 327-330.
1908 II. Abteilung: Floristische Lebensbilder. Band I. – In: Das Leben der Pflanze. Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart 3, 1-526.
1908 Mikrologische Zentralbibliothek. – Mikrokosmos (1907-1908) 1, 79-81.
1908 Schutz der Leuchtmoose. – Mikrokosmos (1907-1908) 1, 64-65.
1908 Neue Studien zur Frage des "tierischen Chlorophylls". – Mikrokosmos (1907-1908) 1.
1908 Neue psychobiologische Literatur. I. – Z. Ausbau Entwicklungslehre 2, 306-308.
1908 Neue psychobiologische Literatur. II. – Z. Ausbau Entwicklungslehre 2, 395-396.
1908 OSTWALDs Stellung zur Psychobiologie. – Z. Ausbau Entwicklungslehre 2, 300.
1908 Praktische Mikroskopie. – Mikrokosmos (1907-1908) 1, 15-18, 38-43.
1908 Untersuchungen über die Sinnesorganfunktion der Augenflecke bei Algen. – Arch. Hydrobiol. 4, 37-48.
1909 Aus der Jugendzeit der Mikrologie. – Jb. Mikroskopiker (1910) 1, 1-14.
1909 Bilder aus dem Leben des Waldes. – Franckh'sche Verlagshandl., Stuttgart, 1-93.
1909 DARWIN als Forscher. – In: BÖLSCHE et al. (eds) Charles DARWIN, Gedenkschrift. Franckh'sche Verl., 5-7.
1909 Das Biologische Institut in München. – Mikrokosmos (1908-1909) 2, 106-107.
1909 Das Reaktionsvermögen der Pflanze. – Rivista di Scienzia 6.
1909 Das Zeichnen mikroskopischer Objekte. – Mikrol. Bibliothek 1, 60-61.
1909 Die Fortschritte der Mikrologie im Jahre 1909. – Jb. Mikroskopiker (1910) 1, 58-68.
1909 Die gamotropen Bewegungen von Parnassia palustris, L. – Z. Ausbau Entwicklungslehre 3, 23-29.
1909 Im Ursumpf. – Mikrokosmos (1908-1909) 2, 7-10.
1909 Katalog der mikrologischen Zentralbibliothek in München. – Franckh'sche Verlagshandl., Stuttgart.
1909 Kuvia metsän elämästä; etupäässa saksan metsia silmällä pitän. – Porvoossa, Söderström.
1909 Mikrologische Winke für die Schule IV. Das Schulaquarium. – Mikrokosmos (1908-1909) 2, 45-46.
1909 Mikrologische Winke für die Schule. 3. Demonstrationen des zelligen Aufbaues der Tiere. – Mikrokosmos (1908-1909) 2, 12-14.
1909 Pflanzenpsychologie als Arbeitshypothese der Pflanzenphysiologie. – Franckh'sche Verlagshandl., Stuttgart, 1-108.
1909 Praktische Mikroskopie. III. Das Mehl und seine Verfälschungen. – Mikrokosmos (1908-1909) 2, 100-102.
1909 Reizbarkeit und Sinnesleben der Pflanzen. – Umschau 13/10, 201-202.
1909 Fortschritte der Zellenlehre I., II. – Mikrokosmos (1908-1909) 2, 73-75, 120-123.
1909 Wege zur Natur Eine Einführung in mikroskopische Studien für Anfänger. – Mikrol. Bibliothek 4, 1-42.
1909 Die Natur in den Alpen.
1909 Die Lichtsinnesorgane der Algen. – Franckh'sche Verlagshandl., Stuttgart.
1910 Das Stereoskop als Hilfsmittel der Mikrologie. – Die Kleinwelt (1909/1910) 1, 116-117.
1910 Die Fortpflanzungsverhältnisse unserer einheimischen Copepoden. – Die Kleinwelt (1909/1910) 1, 68-70.
1910 Die Unzulänglichkeit der Planktonnetze. – Die Kleinwelt (1909/1910) 1, 100-102.
1910 Die Verlandungspflanzen. – Die Kleinwelt (1909/1910) 1, 89-90, 1 Taf.
1910 Die Wasserlinsen. – Die Kleinwelt (1910) 1, 45-47.
1910 Praktische Mikrologie: Kaffeeverfälschungen. – Die Kleinwelt (1909/1910) 1, 199-201.
1910 Ackerbaukalender. – Leipzig.
1910 Aus dem Leben der Herzblume. – Natur 1, 258-259, 1 Taf.
1910 Bilder aus der Heimatkunde. I. Das Demeljoch. – Natur 1, 69-73.
1910 Denkmäler der Natur. – Thomas Th. Verl., Leipzig, 1-79.
1910 Die Kleinwelt des Süßwassers. Ein Lehr- und Lesebuch. – Thomas Th. Verl., Leipzig, 1-160.
1910 Die Lüneburger Heide, ein deutscher Naturpark. – Natur 1, 205-206.
1910 Die Natur der Alpen. – Thomas Th. Verl., Leipzig, 1-84.
1910 Die Schönheit der Mittelgebirge. – Natur 1, 417-418.
1910 Ein neuentdecktes Naturdenkmal in Deutschland. – Natur 1, 91-93.
1910 Kunstformen der Kammerlinge. – Natur 1, 229-230, 1 Taf.
1910 Psychologie der Naturfreunde. – Natur 1, 2-5.
1910 Unsere Feldfrüchte. Eine Einführung in das Leben der Pflanze. – Grunow F.W. Verl., Leipzig.
1911-1920
1911 Die Mikrofauna des tertiären Meeressandes in Nieder-Bayern. – Die Kleinwelt (1910/1911) 2, 60-62.
1911 Die Wahl der mikroskopischen Objekte im Biologieunterricht. – Die Kleinwelt (1910/1911) 2, 7-10, 28-31.
1911 Schimmel- und Hefepilze. – Die Kleinwelt (1910/1911) 2, 141-143,156-157174-75.
1911 Studien über edaphische Organismen. – Zbl. Bakteriol. II. Abt. (1912) 32.
1911 Untersuchungen über die Gelenke der Pflanzen. – Die Kleinwelt (1910/1911) 2, 172-173.
1911 Aus der Formenwelt der einheimischen Schnecken. – Natur 2, 131-133.
1911 Aus der mikroskopischen Käferwelt. – Natur Beilage Heft 5 2, 37-38.
1911 Bilder aus der Heimatkunde II. Das Vamperloch. – Natur 2, 5-9.
1911 Das Blut der Pflanzen. – Natur 2, 49-50.
1911 Das Gesetz der funktionellen Anpassung. – Natur 2, 33-34.
1911 Das Kapruntal. – Natur 2, 68-69.
1911 Die Entstehung des Rheines. – Natur 2, 124-126.
1911 Die Palmen. – Natur 2, 278-282, 296-299.
1911 Dr. M. Wilhelm MEYER † (1853-1910). – Natur 2, 97-98.
1911 Giftplanzen Deutschlands. – Natur Beilage Heft 10 2, 84.
1911 Großstadtnebel. – Natur 2, 83-84.
1911 II. Abteilung: Floristische Lebensbilder. Band II. – In: Das Leben der Pflanze. Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart 4, 1-544.
1911 Neue Reisewerke. – Natur Beilage Heft 11 2, 91.
1911 Sprechende Tiere. – Natur 2, 135-136.
1912 Das Edaphon - eine neue Lebensgemeinschaft. – Die Kleinwelt (1911/1912) 3, 147-153.
1912 Das Wiedererwachen der Naturfreunde. – Die Kleinwelt (1911/1912) 3, 27-29.
1912 Die Streifenkrankheit der Gerste und ihre Bekämpfung. – Die Kleinwelt (1911/1912) 3, 66-68.
1912 Vom Leben der Obstblüte. – Die Kleinwelt (1911/1912) 3, 1-3, 1 Taf.
1912 Anpassungskünstler im Pflanzenreich. – Natur 3, 457-463.
1912 Antarktika. – Der Naturforscher 1, 25-27.
1912 Der Bau der Biene. – Natur 3, 340-341.
1912 Die Alpen gemeinverständlich dargestellt. – Thomas Th. Verl., Leipzig, 1-964.
1912 Die Geobionten des Waldbodens und der Ackerkrume. – Natur 3, 141-144.
1912 Die Magnolien als Zeugen der Erdgeschichte. – Der Naturforscher 1, 6-7.
1912 Die neue Mechanik. – Der Naturforscher 1, 17-20.
1912 Die silbernen Berge. – Herold Verl., Stuttgart.
1912 Die Welt der Pflanze. – Ullstein Verl., Berlin.
1912 Ein neues Ziel der Naturliebe. – Der Naturforscher 1.
1912 Neue Untersuchungen auf dem Gebiete der Bodenkunde. – Monatshefte Landwirtsch. 5, 304-307.
1912 Weltentod und Weltenwerden. – Der Naturforscher 1, 9-12.
1913 Der "Queckett Microscopical-Club". – Die Kleinwelt (1912/1913) 4, 97-99.
1913 A darwinizmus mai allasa. – Athenaeum, Budapest.
1913 A növenyek erzeki es szerelmi elete. – Athenaeum, Budapest.
1913 Das Edaphon Untersuchungen zur Oekologie der bodenbewohnenden Mikroorganismen. – Arb. Biol. Inst. München 2, 1-99.
1913 Der Geist der Zeit und die Naturwissenschaften. – Natur 4, 97-100.
1913 Neue Untersuchungen auf dem Gebiet der biologischen Bodenkunde. – Pedologie, Petersburg.
1913 Die Gewalten der Erde. – Ullstein Verl., Berlin.
1914 Das Edaphon als Lebensgemeinschaft bodenbewohnender Mikroorganismen. – Naturwissenschaften 2/5.
1914 Spaziergänge im Hausgarten. – Thomas Th. Verl., Leipzig.
1914 Untersuchungen über tropisches Edaphon. (mit KÜSTNER C.) – Z. dtsch. mikrol. Ges.
1916 Die Transpirationsorgane der Pflanzen. – Mikrokosmos (1915-1916) 9, 296-303.
1916 Edaphon. – Öst. Rundschau 47, 10.
1917 Das Gesetz des Lebens.
1918 Die Aufhebung der Chemie. – Öst. Rundschau 52, 126-129.
1919 Die technischen Leistungen der Pflanze (Grundl. einer obj. Philosophie II). – Veit & Comp. Verl., Leipzig, 1-296.
1919 Eine noch ungeklärte Erfindung der Pflanze. – Natur 10, 169-172.
1919 Rückläufige Entwicklung. – Öst. Rundschau 53/3, 73-76.
1919 Hundert Jahre SCHOPENHAUER. – Öst. Rundschau 59, 69-73.
1919 Die Gewalten der Erde.
1920 Das Gesetz des Lebens. – Thomas Th. Verl., Leipzig.
1920 Der Weg der Kultur. – Dürr & Weber Verl., Leipzig.
1920 Die Pflanze als Erfinder. – Franckh'sche Verlagshandl., Stuttgart.
1920 Wanderungen in der Umgebung von München. – Bruckmann H. Verl., München.
1921-1930
1921 Das Leben der Pflanze. – 4 Bände, Franckh'sche Verlagshandl., Stuttgart.
1922 Das Leben im Ackerboden. – Franckh'sche Verlagshandl., Stuttgart 2, 1-77.
1922 Ewiger Wald. Ein Buch für Wanderer. – Eckstein R. Verl., Leipzig 17, 1-202.
1922 Süd-Bayern. – Junk W. Verl., Berlin (Junk's Naturführer), 1-423.
1922 Die Wage des Lebens.
1923 Wege zur Natur.
1923 Das Sinnesleben der Pflanzen.
1923 Die Welt als Erleben. Grundriß einer objektiven Philosophie (Grundl. einer obj. Philosophie, VI. Teil). – Huhle A. Verl.,Dresd.
1923 Plasmatik. Bausteine zu einer Wissenschaft der Zukunft. – Seifert W. Verl., Stuttgart-Heilbronn, 1-203.
1924 Das Buch des Lebens Ein Weltbild der Gegenwart. – Ullstein Verl., Berlin, 1-553.
1924 Die Seele der Pflanze. – Ullstein Verl., Berlin, 1-135.
1924 Grundriß einer vergleichenden Biologie (Grundl. einer objektiven Philosophie, I. Teil). – Thomas Th. Verl., Leipzig.
1924 Richtiges Leben. Ein Buch für jedermann. – Voigtländer R. Verl., Leipzig, Bios-Bücherei Nr. 1.
1924 Telos, die Gesetze des Schaffens. – Reissner C. Verl., Dresden.
1925 A föld elete. – Pantheon, Budapest.
1925 A növenyek elete. – Dante, Budapest.
1925 Das Land der Sehnsucht. – Dietz J.H.W. Verl., Berlin.
1925 Der Dauerwald. – Telos 3.
1926 Neue Wege des Naturschutzes. – Der Pflug 1, 83-89.
1926 Az elet könyve. – Dante, Budapest.
1926 Az örök erdö. – Dante, Budapest.
1926 Das Gesetz des Kalkes. – Kalk-Verl., Berlin.
1926 Der Ursprung des Menschen. – Seifert W. Verl., Stuttgart-Heilbronn.
1926 Der funktionelle Bau des Plasmas. – Mikrokosmos (1925/26) 19, 161-165.
1926 Harmonie in der Natur. – Franckh'sche Verlagshandl., Stuttgart, 1-77.
1926 Összehasonlito biologia. – Athenaeum, Budapest.
1927 Der Weg zu mir Der Lebenserinnerungen erster Teil. – Kröner A. Verl., Leipzig, 1-236.
1927 Elet a termöföldben. – Athanaeum, Budapest.
1927 Kerti setak. – Athanaeum, Budapest.
1927 Phoebus. – Drei Masken Verl., München.
1927 Vom deutschen Walde. – Deutsche Buch-Gemeinschaft, Berlin, 1-290.
1928 Der Organismus. – Drei Masken Verl., München.
1928 Der erste Wald auf Erden. – Franckh'sche Verlagshandl., Stuttgart 25, 203-206.
1928 Die Chromatophoren der Pflanzen. – Mikrokosmos (1927/28) 21, 89-91.
1928 Ein deutsches Naturkundemuseum. – Das Ziel 4, 779-780.
1928 Emberevök között a Fekete-szigeteken. – Egyetemi nyomda, Budapest.
1928 Lebensrätsel und Sagentiere. – Das Ziel 4, 776-778.
1928 Naturgesetze der Heimat. – Öst. Bundesverl., Wien, Leipzig, 1-100.
1928 Urwald. – Franckh'sche Verlagshandl., Stuttgart, 1-77.
1928 Welt, Erde und Menschheit. – Ullstein Verl., Berlin, 1-268.
1929 A tengeri plankton mint östaplalek. – Egyetemi nyomda, Budapest.
1929 Az ember es a mindenseg. – Dante, Budapest.
1929 Itel az elet. – Dante, Budapest.
1929 Die Waage des Lebens Eine Bilanz der Kultur. – Kröner A. Verl., Leipzig, 1-247.
1929 So musst du Leben! Eine Anleitung zum richtigen Leben. – Reissner C. Verl., Dresden, 1-184.
1930 A let forrasa. – Dante, Budapest.
1930 Das Leben vor der Sintflut. – Oestergaard P.J. Verl., Berlin.
1930 Elet a nagy tengermelysegekben. – Egyetemi nyomda, Budapest.
1930 Korallenwelt Der siebente Erdteil. – Franckh'sche Verlagshandl., Stuttgart, 1-79.
1931-1940
1931 A talak apro fergei. – Egyetemi nyomda, Budapest.
1932 Lebender Braunkohlenwald Eine Reise durch die heutige Urwelt. – Franckh'sche Verlagshandl., Stuttgart, 1-79.
1932 Naturbilder. – Öst. Bundesverl., Wien.
1934 Braunkohle - Sonnenkraft. – Hillger H. Verl., Berlin.
1934 Von der Arbeit zum Erfolg Ein Schlüssel zum besseren leben. – Reissner C. Verl., Dresden, 1-240.
1935 Das kleine Buch der Alpenpflanzen. – Styria Verl., Graz.
1938 Höhlen - älter als ihr Berg. – Volk & Welt 3, 95-104.
1938 Sehnsucht nach dem Süden. (mit FRANCÉ-HARRAR A.) – Kittls J. Nachfolger, Leipzig, M.-Ostrau, 1-278.
1939 Die Pflanzenwelt der Subtropen. – Franckh'sche Verlagshandl., Stuttgart, 1-79.
1939 Luft als Rohstoff. – Die Propyläen 36, 387.
1940 Az allatok csodalatos vilaga. – Franklin tarsulat, Budapest.
1940 Lebenswunder der Tierwelt Eine Tierkunde für Jedermann. – Deutscher Verl., Berlin, 1-308.
1941-1943
1941 Der interstellare Weltenraum. – Die Propyläen 38, 83.
1941 Földünk kincsei. – Franklin tarsulat, Budapest.
1941 Künstliche Lebewesen. – Deutsche Allg. Z., Beibl. Nr. 586/7 26.11.
1942 Az élet titka. – Beta irodalmi kiadása, Budapest.
1943 A kek tenger csodai. – Franklin tarsulat, Budapest.
1943 Az állatok a törtenelemben. – Dante, Budapest.
1943 Leben und Wunder des deutschen Waldes. – Arnold O. Verl., Berlin.
Posthum sind erschienen:
1959 Das Edaphon. – Franckh'sche Verlagshandl., Stuttgart.
1968 Die Welt der Tiere. Ein Buch vom Lebenswunder der Tierwelt. – Südwest Verl., München, 1-320.
1969 Die Welt der Pflanzen. Ein "Pflanzen-Brehm". – Südwest Verl., München, 1-320.
1982 Das Leben im Boden. Das Edaphon. – Edition Siebeneicher, Volkswirtsch. Verl., München.
1982 Die Entdeckung der Heimat. Die ökologische Begründung des Heimatgedankens. - MUT Verl., Asendorf, 128 S.
1995 Das Leben im Boden. Das Edaphon. – Edition Siebeneicher, Deukalion Verl., Holm
Literatur über Raoul H. Francé:
BRONSART H. v. (1924): Die Lebenslehre der Gegenwart. Eine Einführung in die objektive Philosophie. – Seifert W. Verl.
ENGEL-HARDT R. (1925): Francé als Graphiker Ein Weg zum "wirklichen Naturbild". – Seifert W. Verl., Stuttgart, Heilb., 1-119.
VERSCH. AUTOREN (1924): Der Begründer der Lebenslehre Raoul H. Francé Eine Festschrift zu seinem 50. Geburtstag. – Die Fahne (Sondernummer), W. Seifert Verl., Stuttgart-Heilbronn 5/3, 1-48.
WAGNER A.: Biotechnik und Plasmatik
GOTHARD A.v.: Die Entdeckung des Edaphons und ihre Folgen
LIENHARD F.: Ein Gruss an Raoul H. Francé
ETZEL Th.: Religion, Kunst und Francé
GRAEDNER H.: Ein Gespräch am 20. Mai 1924
HOLZ A.: Festgruß
LA ROCHE J.: Die ethische Wirkung der Francé'schen Philosophie
BRONSART H.v.: Francé als Philosoph
SCHWANER W.: Raoul H. Francé und die deutsche Heimat
GINSKEY F.C.: Festgedicht
ZWEIG S.: Francé als Bildner
ENGEL-HARDT R.: Francé als Graphiker
BACHMANN D.: Francé und die Heilkunde
SCHNELL A.: Raoul H. Francé und die Schule
FISCHER H. (1924): Raoul H. Francé Das Buch eines Lebens. – Voigtländer R. Verl., Leipzig, 1-191.
FRANCÉ-HARRAR A. (1950): Die letze Chance für eine Zukunft ohne Not. – Bayer. Landwirtschaftsverl., München , 1-692.
FRANCÉ-HARRAR A. (1957): Humus Bodenleben und Fruchtbarkeit. – Bayer. Landwirtschaftsverl., Bonn, München, Wien, 1-148.
FRANCÉ-HARRAR A. (1962): So war's um Neunzehnhundert Mein Fin de Siècle. – Langen A. & Müller G. Verl., Mü., Wien , 1-222.
FRANCÉ-HARRAR A. (1962): R. H. Francé Lebenslehre für Jedermann, Ein Brevier zu harmon. Lebensgestaltg. – Telos V., Berl., 1-116.
TENSCHERT G. (1977): Sechs Jahrzehnte Biotechnik. – Bild der Wissenschaft 11.
BRETTENTHALER J. (1978): Ein Großer im Reiche der Naturwissenschaften. – In: Marktgemeinde Oberalm (Hrsg.) Oberalm Ein Salzburger Markt einst und jetzt, Salzburg, pp. 86-87.
ROTH R.R. (1983): The foundation of bionics. – Persp. Biol. Med. 26, 229-242.
WEBER W. (1984): Ungehörte Warnungen. – Kronenzeitung 15.12.1984, 16.
Raoul H. Francé im Internet
- Internet-Portal rund um
Leben und Werk von Raoul H. Francé
- Homepage der BTQ-Gesellschaft für Boden, Technik und Qualität
Für weitere Links, Infos etc. zu Raoul H. Francé bin ich stets dankbar!